ETuS Wedau wJC – SG TuRa Altendorf (10:10) 22:15

ETuS Wedau wJC – SG TuRa Altendorf (10:10) 22:15

Es gibt Tage, an denen es einfach nicht so richtig laufen will. Einen solchen „gebrauchten Tag“ erwischte unsere weibliche Jugend-C am vergangenen Sonntag im Heimspiel gegen die SG TuRa Altendorf. Zwar konnte die Partie letztlich mit 22:15 gewonnen werden. Dass unsere Mädels nach Spielende aber doch eher mit hängenden Köpfen von der Platte gingen, zeigt: Dem eigenen Anspruch konnte der nach wie vor ungeschlagene Tabellenführer in diesem Spiel nicht gerecht werden.

Schnell wurde klar: Von dem souveränen und dominanten Auftreten der bisherigen Saisonspiele war nicht viel zu sehen. Vielmehr agierten unsere Mädels von Beginn an eher zögerlich, ideenarm, langsam (im Kopf und mit den Beinen) und bisweilen unkonzentriert. Daran konnte auch eine frühe Auszeit unseres Trainers Mokhtar Slama nichts ändern. Es war der Wurm drin im Spiel unserer Mädels und dieser Wurm erwies sich als äußerst hartnäckig. Folglich entwickelte sich eine enge Partie, an der auch die erste ETuS-Führung in der 14. Minute zum 6:5 (noch) nicht die
Wende brachte. Mit 10:10 ging es schließlich in die Halbzeitpause und so richtig wusste wohl niemand, wo und warum es im ETuS-Getriebe bislang derart hakte. Man konnte durchaus den Eindruck gewinnen, dass unsere Mädels mehr mit sich selbst zu kämpfen hatten als mit den Gästen. Zwar erspielten sich die Altendorferinnen ein ums andere Mal (und in schöner Regelmäßigkeit mit dem gleichen Spielzug) gute Abschlusschancen. Ein übermächtiger Gegner waren sie aber – bei allem Respekt – wahrlich nicht.

Die Halbzeitansprache unseres Trainers schien dann aber gefruchtet zu haben. Spielerisch war das zwar immer noch kein Leckerbissen unserer Mädels, aber der Wille, dieses Spiel zu gewinnen war jetzt deutlich erkennbar. Und nach einem 6:0 Lauf zwischen der 32 und 40. Spielminute zum 18:11 waren die Verhältnisse zumindest vom Ergebnis her gerade gerückt. Diesen sieben Tore-Vorsprung gaben unsere Mädels bis zum Ende dann auch nicht mehr ab und fuhren mit 22:15 den nächsten Heimsieg ein.

Auch wenn es ein dreckiger Arbeitssieg war, auf die Reaktion der Mannschaft in der zweiten Halbzeit kann man (und vor allem unsere Mädels selbst) durchaus stolz sein. Sie haben sich über Willen und Einsatz in eine zerfahrene Partie hinein gekämpft, sich nicht aufgegeben oder gar entmutigen lassen. Auch das macht eine Top- Mannschaft aus. Für die Nerven des Trainers, der Zuschauer und natürlich auch die eigenen darf dann beim nächsten Mal aber ruhig wieder mehr Handball gespielt anstatt Handball gekämpft werden 😉

Es spielten: Mina Schneider (Tor), Chayma El Ghali (Tor), Sophie von Bargen, Anastasia Giankou, Paula Schubert, Anna-Lena Finke (1), Maria Langhanki, Elena Schubert (2), Yamna Driouch (7), Josefina Schubert (4), Farina Schubert (3),
Sueda Karakas, Johanna Krüger, Teodora Glisic (5)

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